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Streichinstrumente

Geige

Die Violine, die auch Geige genannt wird, gehört zur Familie der Streichinstrumente und ist aus verschiedenen Hölzern zusammengebaut. Ihre vier Saiten werden von unten nach oben nach g–d1–a1–e2 gestimmt und mit einem Bogen gestrichen.

 

Das Violinspiel kann man bereits in sehr frühem Kindesalter erlernen. Pädagogen sind der Überzeugung, dass das beste Alter, mit dem Geigenspiel zu beginnen, etwa zwischen 3 und 6 Jahren liegt.

 

Die Vorraussetzungen sind in der Regel musikalische Früherziehung oder Grundausbildung an einer städtischen Musikschule (auch parallel), sehr gutes Gehör, manuell geschickt (beweglich), Disziplin, Fleiß, Ausdauer und am Anfang und die Mitarbeit der Eltern. Der Anfangsunterricht findet einzeln oder in Kleingruppen statt. Mit fortschreitender Beherrschung des Instrumentes kann der Schüler später im Orchester, in der Kammermusik oder im Streichquartett neue Erfahrungen im Zusammenspiel mit anderen machen.


Die Violine hat durch ihre Beweglichkeit und ihre hohe Stimme die Führungsrolle im Ensemble. Von den Streichinstrumenten ist sie die bekannteste und bildet im Orchester die größte Gruppe.

 

Damit die Kinder sich die Namen der Saiten besser merken können (G-D-A-E), haben sich Lehrer eine „Eselsbrücke“ ausgedacht: Geh Du Alter Esel.

 

Für den frühen Beginn des Geigenspiels mit kleinen Händen und kurzen Armen gibt es angepasste Instrumente, sogenannte 7/8-, 3/4-, 1/2-, 1/4- oder 1/8-Geigen, ja sogar 1/16- und 1/32-Instrumente werden hergestellt. Um nicht ständig größere Instrumente für die heranwachsenden Kinder kaufen zu müssen, besteht die Möglichkeit, die kleinen Instrumente bei Musikschulen oder in darauf spezialisierten Musikgeschäften zu leihen. Es existieren zahlreiche „kindgerechte“ Violinschulen, ein weit verbreitetes Beispiel zum frühen Erlernen des Geigenspiels ist die Suzuki-Methode, benannt nach ihrem Entwickler Shinichi Suzuki.

 

Kosten: Die am Anfang benötigten kleinen Instrumente (1/16, 1/8) sollten auf Leihbasis bei der Musikschule oder einem Musikgeschäft gemietet werden. Die Kosten liegen dabei zwischen 10,00 € und  15,00 € pro Monat.

 

Kleine Geigen können aber auch ab EUR 250,00, ganze Geigen ab 300,00 Euro erworben werden.

 

Information und Beratung bei Nathalie Merz, Wolfgang Holler und Valeria Dubrowina.

 

Bratsche

Die Viola, auch Bratsche genannt, ist die größere Schwester der Violine. Sie gehört ebenfalls zur Familie der Streichinstrumente. Die Viola ist - wenn auch etwas anders proportioniert - im Wesentlichen eine größere, tiefer klingende Violine. Sie hat einen dunkleren und sehr weichen Klang und stellt somit das Alt-Instrument der Violinfamilie dar.

 

Das Wort Bratsche leitet sich vom italienischen Viola da braccio (daher der Name Armgeige) ab, was die Spielhaltung im Gegensatz  zur Viola da gamba (Bein-Viola) bezeichnet.

 

Fast alle Bratschisten lernen als Kind zunächst Geige und wechseln dann zur „großen Schwester“.

 

Das geschieht einerseits aus eigenem Interesse, wenn dem jungen Geiger beispielsweise der Klang oder die tiefere Lage besser gefällt, zum anderen gibt es durchaus auch Geigenlehrer, die Schülern mit großen Händen und langen Armen den Wechsel auf das größere Instrument empfehlen.

 

Die Bratsche wird als einziges Orchesterinstrument generell im Altschlüssel, dem C-Schlüssel auf der dritten Linie des Notensystems, notiert. Dies hat historische Gründe und trägt der Tatsache Rechnung, dass der Gebrauch des Violinschlüssels unnötig viele Hilfslinien bei der Notation des oft benutzten tiefen Registers nach sich ziehen würde. Für hohe Lagen ab etwa dem f’’ hingegen wird aus den entsprechenden Gründen auf den Violinschlüssel ausgewichen.

 

Die Physik der Bratsche ist der der Violine sehr ähnlich; Auch der Bogen gleicht dem der Violine, er ist allerdings länger, 10–15 g schwerer und hat meist eine abgerundete Kante.

 

Ein weiterer wichtiger Unterschied zur Geige besteht in der Größe und Stimmung der Viola, deren leere Saiten eine Quinte tiefer als die Geige auf c – g – d’ – a’ gestimmt sind.

 

Kosten: Bratschen können ab 300,00 €  erworben werden.

 

Information und Beratung erhalten Sie bei Nathalie Merz, Wolfgang Holler und Valeria Dubrowina.

 

Cello

Das Violoncello, auch Cello, (Plural: Celli) genannt, gehört wie Geige/Violine und Viola/Bratsche ebenfalls zur Familie der Streichinstrumente und ist – wie auch die kleineren Streichinstrumente - aus verschiedenen Hölzern zusammengebaut.

 

Das Violoncello ist heute mit vier Saiten im Quintenabstand bespannt, die leer, das heißt ungegriffen, von unten nach oben   nach  C-G-d-a gestimmt und vom Violoncellisten mit einem Bogen gestrichen werden.

 

Das Cello klingt somit eine Oktave tiefer als die Viola. Das Violoncello, dessen deutsche Bezeichnung früher auch Bassgeige oder kleine Bassgeige lautete, ist so groß, dass es im Gegensatz zur Violine und Viola im Sitzen gespielt wird.

 

Das Instrument wird (mit dem Hals nach oben) aufrecht zwischen den Beinen gehalten und steht heute meist mit einem ausziehbaren Stachel, auch Perno genannt, aus Metall, Holz oder neuerdings Carbonfaser auf dem Boden. Mit seinem großen Tonumfang, der alle Lagen der menschlichen Stimme umfasst, kann das Cello sowohl Bass- als auch Melodieinstrument sein.

 

Für Kinder, die das Instrument erlernen möchten, gibt es neben dem normalen 4/4-Violoncello (Korpuslänge etwa 750 mm) auch Instrumente in kleineren Ausführungen. Die Größen reichen von 1/16 über 1/8 (Kl. 510 mm), 1/4 (590 mm), 1/2 (655 mm), 3/4 (690 mm) bis zum 7/8-Violoncello (720 mm). Es empfiehlt sich, zunächst ein Leihinstrument zu mieten.

 

Musikschulen, Musikalienhändler und Geigenbauer bieten diesen Service an, die Kosten liegen dabei zwischen 15,00 Euro und 20,00 Euro pro Monat.

 

Kosten: Der Einstiegspreis für brauchbare Celli liegt zwischen 1.000,00 Euro und 2.000,00 Euro.

 

Information und Beratung bei Christine Stadler.

Trommel

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